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Erziehen, Unterrichten, Beurteilen, BERATEN
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Wir lernen, was wir wahrnehmen. |
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Optische Täuschungen - ein Website mit vielen Beispielen!!! |
Das bedeutet allerdings nicht, dass wir alles, was als wahrnehmbar an uns herangetragen wird, lernen. Im Folgenden wird der Zusammenhang zwischen Wahrnehmung und Lernen aus der Sicht neurophysiologischer Erkenntnisse dargestellt. Im Wesentlichen werden die Ausführungen von Manfred Spitzer in seinem neusten Buch "Geist im Netz - Modelle für Lernen, Denken und Handeln" (2001, Spektrum) referiert und detailliert begründet. Sinneseindrücke werden durch den Hippocampus an den Kortex weitergeleitet. Hier werden die Informationen den entsprechenden neuronal definierten Arealen (z.B. für Bewegung oder Begriffe) zugeordnet. Die Areale reagieren entsprechend ihrer Programmierung auf die Impulse und senden entsprechende Informationen zurück. Die Inhalte der Areale sind durch Erfahrungen zu Stande gekommen. Demnach leiten zurückliegende Erfahrungen unsere Wahrnehmungen. Das Gehirn ergänzt unvollständige Informationen durch Erfahrungswerte, es interpretiert die Umweltreize. Es findet ein ständiger Abgleich von gespeichertem Wissen, d.h. gespeicherten Erfahrungen, und externen Reizen statt.
Reizsituationen, die uns völlig fremd sind oder die unser Gehirn für irrelevant hält, werden von uns häufig nicht bewusst wahrgenommen. Unser Gehirn bewertet sozusagen die eingehenden Reize in Bezug auf ihre Bedeutung, Bedeutsamkeit und Bekanntheit. Die Bewältigung der Vielzahl von Reizen, die ständig auf uns einströmen, ist nur möglich, weil das Gehirn nach dem Prinzip der neuronalen Vernetzung arbeitet.
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Bedeutsam ist das Prinzip der Mustererkennung. Um einen Sinneseindruck zu identifizieren benötigt das Gehirn nicht jede einzelne Information, die mit dem Eindruck oder Gegenstand verbunden ist. Es reichen wesentliche Merkmale oder Muster. So sind wir in der Lage, auch unvollständige Bilder oder Situationen zu erkennen und zu verstehen und auf sie zu reagieren. Je nach Vorerfahrung oder Wissen kann es hierbei allerdings auch zu falschen Schlussfolgerungen oder Interpretationen kommen. Je weniger Erfahrungen wir mit dem jeweiligen Muster und seinen Varianten gemacht haben, desto höher ist in der Regel die Fehlerrate, wenn es zu Variationen kommt.
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